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Mein Freund, der Igel

Eines Tages war er da. Ein rundlicher, unter seinen Stacheln gut genährter Igel. Fraß genüsslich aus dem Tiegel mit trockenem Katzenfutter, das ich den Katzen hinausgestellt hatte und ließ sich auch durch mich nicht davon abhalten, als ich schnell die Digi holte, um Bilder von ihm zu machen.

Aber ich fange bei meiner Geschichte lieber von vorne an. Meine Katze Blacky war letzten Winter gestorben. Die Nieren versagten ihren Dienst und so musste ich nach zehn Jahren, die ich mit ihr verbracht hatte, schweren Herzens Abschied von ihr nehmen. Mein Mann und ich schworen uns danach, vorläufig keine Katze mehr ins Haus zu holen.

Doch ich wollte zumindest die Dorfkatzen füttern. So konnte ich wenigstens ein bisschen am Leben von Katzen teilhaben. Ich hatte noch einiges an Futter von meiner Blacky übrig und das fütterte ich dann so nach und nach den Dorfkatzen. Ich stellte ein Schüsselchen mit Futter hinaus, zusammen mit einer weiteren Schüssel für das Wasser. Erst noch Nassfutter, dann nur noch Trockenfutter.

Weil es so schön war, vom WC-Fenster aus den Kätzchen beim Fressen zuzusehen – um mich ihnen zu nähern, sind die Dorfkatzen viel zu scheu -, kaufte ich schließlich regelmäßig neues Futter dazu. Eines Tages suchte ich aber im alten Hasenstall zwei Schüsseln aus Ton heraus, die einen stabilen Stand hatten, denn fast jeden Morgen lagen die Schüsseln umgeworfen da. Kleine Häufchen in der Nähe des Futters hätten mir „erzählen“ können, wer da noch „Mitesser“ war, aber hinterher weiß man es ja immer besser.

Als ich eines Abends zur hinteren Türe raus ging, um die Gemüsereste in den Komposteimer dort draußen zu geben, sah ich ihn dann zum ersten Mal. Er gab ein solch putziges und lustiges Bild ab, dass ich laut lachen musste: Während er seine spitze Schnauze fest im Futter vergraben hatte, um es genüsslich zu mampfen, saß er mit dem Hinterteil im Wassernapf, den ich direkt neben den Futternapf gestellt hatte.


Schnell lief ich nach der Digi, um ihn zu fotografieren. Zum Glück war er immer noch da. Er ließ sich nicht beirren, als ich einige Bilder von ihm knipste, auch mit Blitz, den ich ja in der Dunkelheit brauchte. Ein kleines Video konnte ich auch drehen.


Als ich den Igel aber über seine spitzen Stacheln streicheln wollte – ein seltsames Gefühl -, wurde es ihm aber denn doch zu viel und er machte sich aus dem Staub.


In den nächsten Tagen sah ich den kleinen Kerl nachts nicht mehr. Aber die kleinen Häufchen lagen überall herum. Mir machte es nichts aus, denn ein Igel ist so nützlich im Garten, dass ich die kleinen Häufchen dafür gerne weg räume. Mein Mann ist allerdings nicht nur positiv auf den Igel gestimmt, weil er eben schon in einige dieser kleinen „Tretminen“ getreten ist. Beide haben wir in der nächsten Zeit abends und nachts öfter im Umkreis ein seltsames Husten gehört. Der Igel schien krank zu sein. Ich wusste aber auch nicht, wie ich ihm Medizin zukommen lassen konnte, da ja auch die Katzen an den Futternapf gingen.

Ich musste ins Krankenhaus und wurde deswegen schon mal dieser Frage enthoben, weil ich jetzt erst mal an mich denken musste. Meinem Mann schärfte ich ein, ja „meine“ Katzen und den Igel zu füttern. Er berichtete mir auch, dass er es mehrere Tage hintereinander getan hatte.

Die Igelhäufchen ärgerten ihn natürlich weiterhin. Bis es der Igel zu weit trieb: Er machte seine Häufchen direkt in die Futterschüssel. Da setzte ihn mein Mann „auf Diät“. Sprich: es gab kein Futter mehr! Zwangsläufig mussten dabei auch die Katzen mit drunter leiden, aber mein Mann war und blieb da gnadenlos, was ich allerdings auch verstand.

Als ich wieder daheim war, setzte ich selbstverständlich sofort meine Fütteraktionen fort. Von einem Igel sah ich nichts mehr. Weder dass ich den Igel in flagranti an der Futterschüssel erwischte, noch dass irgendwo verdächtige kleine Häufchen herumlagen. Ich war traurig. Der Igel war wahrscheinlich wo anders hin gewandert – oder er war gar gestorben, wenn der schlimme Husten schlechter geworden war. Dass er tot irgendwo am Straßenrand lag, wie so manch andere arme Igel, mochte ich überhaupt nicht denken.

Gestern abend, als ich wieder durch die hintere Tür ging, um Sachen in den Komposteimer zu werfen, war er wieder da, als ob nichts geschehen wäre: „Mein“ Igel. Er fraß genüsslich, diesmal ohne Hinterteil im Wasser (ich stelle seit damals die Wasserschüssel etwas entfernt von der Futterschüssel), von dem Futter. Mein kleiner Freudenruf musste ihn dann verschreckt haben, denn als ich mit der Digi wiederkam, die ich gleich holte, war der Igel weg.

In der Dunkelheit war es schwierig, nach ihm zu suchen. Außerdem musste es gar nicht sein, dass ich ihn wieder aufspürte. Hauptsache ist: Der Igel ist wieder da! Ich denke, es ist der gleiche wie der „Huste-Igel“ vom Anfang meiner Geschichte. Er ist genauso wohl genährt und rund.

Der kleine nützliche Helfer für den Garten ist wieder da, der neben Fallobst alles mögliche Getier vertilgt, das dem Garten schaden kann. Dass er Nacktschnecken frisst, macht ihn mir noch sympathischer. Ich werde mein Bestes tun, dafür zu sorgen, dass der Igel so schön rundlich bleibt, wie er ist. Und der Igel wird die Nacktschnecken auf einem erträglichen Maß halten.

Gestern spät abends, als ich an dieser Geschichte schrieb, schaute ich auch kurz noch bei der hinteren Türe raus. Und … zu meinem Glück: Der Igel war da! Und er war diesmal auch noch da, als ich die Digitalkamera geholt hatte, um ihn zu fotografieren. Ein Foto mit Blitzlicht ließ er noch über sich ergehen. Aber danach machte er sich schnell davon, weg von dem Wesen, das es mitten in der Nacht hell blitzen ließ. Aber ich denke, er bleibt trotzdem mein Freund, der Igel. Warum ich das weiß? – Ich sag nur eins: Liebe geht durch den Magen!

© Irmgard Schertler
25.9.09 17:12
 



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